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Ein See, enstanden durch Gottes Zorn

by marius last modified 2010-03-09 16:27

Der Qarun-See in der Halboase Fayoum ist der Legende nach entstanden, als der reiche Qarun für seinen Hochmut bestraft wurde.

Die Geschichte findet sich sowohl im Koran (Sure 28 القصص, Verse 76-82) wie auch in der Bibel (16:1-50), in der der Mann Korah genannt wird.

Die Version im Koran berichtet, dass Qarun mit seinem Reichtum angab und Mahnungen, an Allah zu denken und ihm für den Reichtum zu danken, in den Wind schlug. Er meinte, durch sein eigenes Wissen reich geworden zu sein. Daraufhin öffnete sich die Erde und verschlang Qarun und seinen Besitz. An der Stelle entstand der See.

Die Oase al-Fayoum liegt etwa 90 Kilometer südlich von Kairo und misst etwa 60 mal 70 Kilometer. Gespeist wird sie duch Kanäle, die das Wasser vom Nil herbringen. Bekannt ist die Oase für die Wasserräder, mit denen das Wasser seit Jahrhunderten aus den Kanälen auf die Felder transportiert wird.

Der See soll mal die ganze Fläche der heutigen Halboase bedeckt haben. Heute liegt er 45 Meter unter dem Meeresspiegel. Er ist zwar durchgängig gefüllt, versalzt aber langsam.

Ich bin mit einem ägyptischen Freund nach Fayoum gefahren. In der Stadt al-Fayoum hat uns der Taxifahrer bei einem ziemlich miesen Restaurant abgesetzt. Am Nebentisch saßen ein paar Mädchen, die zwar Kopftücher trugen, aber nicht ägyptisch aussahen. Mein Begleiter war dadurch sichtlich irritiert und wollte von mir wissen, wo sie wohl herkämen. Wie Deutsche sähen sie nicht aus. Ich erwiderte, dass es sehr wohl Deutsche sein könnten. Und wollte noch hinzusetzen, dass das Mädchen, das die ganze Zeit zu uns herüber schaute, genau wie eine Bekannte aus Vechta aussähe. Ich wollte schon rüber gehen und ihr sagen, sie solle mit dem Anstarren aufhören.

Doch so weit kam ich nicht, denn sie stand auf, kam auf uns zu, schlich in einem Halbkreis um mich herum und sagte dann zu mir auf Deutsch: "Wenn du jetzt auf Deutsch antwortest, weiß ich, dass du es bist." Es war Irene Vatterodt, die ich vor zwanzig Jahren bei den Pfadfindern kennengelernt, inzwischen aber jahrelang nicht mehr gesehen habe. Sie ist zurzeit mit einer Gruppe Architekturstudenten der TU Hannover auf einer Exkursion durch Ägypten.

Warum sie Koptücher trugen, habe ich erst nicht verstanden. Aber ihnen war das wohl geraten worden, da in der Gegend viele sogenannte Fundamentalisten wohnen sollen. Ich denke, die Kopftücher waren übertrieben. Von Touristinnen wird höchstens in Moscheen die Kopfbedckung erwartet. Lange Kleidung sollte man aber tatsächlich tragen - beide Geschlechter.

Die Gruppe hat auch andere "nützliche" Tipps bekommen. So haben einige von ihnen extra Kugelschreiber mitgebracht, weil man die hier gut an die Kinder verschenken könne. Aber die Studenten erzählten mir, dass bei Versuchen, die Stifte zu Verteilen, die Kinder sie gar nicht haben wollten.

Mich haben nur einmal Kinder nach Stiften angebettelt. Und nachdem ich ihnen zwei gab, wollte der Vater auch noch welche haben. Ich schätze, er betreibt ein Schreibwarengeschäft.

kleine welt

Posted by Irene Vatterodt at 2006-03-01 18:07

eigentlich dachte ich ja immer ich sei klein und die welt sooo riesig groß. eines besseren belehrt seit gestern aus ägypten zurück! lustiges kleines treffen in der oase! und nochmal zu unseren "lustigen" kleinen tips: wir können nichts dafür, verließen wir uns doch auf sogenannte "erfahrene" ägyptenreisende. Danke das du uns eines besseren belehrtes. Die Stifte sind übrigens alle wieder mit nach Hannover gekommen.

der rest der reise war dann, uaf jeden fall für mich, wesentlich entspannter. Alexandria fand ich persönlch dennoch nícht so spannend. Und mit Assuan und Luxor hattest du auch Recht...Assuan ist abends wesentlich spannender. Obwohl da auch anzumerken ist, dass die Kraft zu dem zeitpunkt schon wesentlich nachgelassen hatte und iwr alle nicht mehr so fit waren. Eine exkursion ist ja auch keine spassreise...

Liebe Grüße Irene

  1. S.: JAAAAAAAAAAAA, ich denke an das Foto von Frau K.

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